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Verantwortung

,,Dass unsere Klebebänder für Bodenmarkierungen einmal eine solche Bedeutung erlangen würden, hätten wir nie erwartet. Angesichts der Coronakrise haben wir jetzt 100 Kilometer Social Distancing Tapes dorthin gespendet, wo sie derzeit am meisten gebraucht werden – an Krankenhäuser“, erklärt Dr. Norman Goldberg, Vorstandsvorsitzender der tesa SE.

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Gunnar von der Geest

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Studien belegen es: Nähe und Körperkontakt tun uns richtig gut. In den vergangenen Jahren fanden internationale Forscher-Teams unter anderem heraus, dass eine 20-sekündige Umarmung von jemandem, den man mag, unseren Blutdruck und Herzschlag signifikant senkt und Stresshormone abbaut. Doch manchmal ist es einfach besser, auf Distanz zu anderen Menschen zu gehen. Dies spüren wir intensiv während der Coronakrise: Da es gegen das Virus bisher weder eine Impfung noch ein Medikament gibt, hilft nur eines: „Abstand halten!“. 1,5 bis 2 Meter, so lautet die Empfehlung renommierter Virologen, sollten es mindestens sein.

Rollt und rollt

Im tesa Werk Offenburg, dem volumenmäßig größten Produktionsstandort im tesa Konzern, werden mehr als 2000 verschiedene Artikel gefertigt. Besonders nachgefragt sind gegenwärtig die aufmerksamkeitsstarken Warnklebebänder.

Großes Hilfsprogramm

Die Bereitstellung von Warnklebebändern steht im Zusammenhang mit einem großen Hilfsprogramm, das der Beiersdorf-Konzern, zu dem tesa gehört, kürzlich gestartet hat. Unter anderem produziert das Unternehmen auf fünf Kontinenten 1.000.000 Liter Desinfektionsmittel für zentrale öffentliche Einrichtungen und Einsatzkräfte in aller Welt.

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel in Supermärkten, Bahnhöfen, Flughäfen und vor allem Krankenhäusern, bieten zurzeit farbige Klebebänder als Bodenmarkierung Orientierung bei der Einhaltung der Abstandsregeln. Ein großer Teil der sogenannten Social Distancing Tapes, die gegenwärtig überall zu sehen sind, stammt aus den tesa Werken in Offenburg (Baden-Württemberg) und Concagno (Italien). In der Vergangenheit hatten vor allem viele Unternehmen die Klebebänder verwendet, um beispielsweise Gefahrenbereiche in Lager und Produktion zu kennzeichnen.

„Zurzeit erfahren unsere Bodenmarkierungs-Tapes fast mehr Bekanntheit, als uns lieb ist“

… erklärt Dörte Besinger, bei der tesa SE verantwortlich für die Spendenverteilung an Krankenhäuser. „Wir alle würden es zweifelsohne besser finden, wenn die aufmerksamkeitsstarken Streifen nicht erforderlich wären. Dennoch haben wir uns gefreut, von vielen Kliniken zu hören, dass unser Klebeband genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort angekommen ist und ihnen bei der wichtigen Arbeit hilft.“

Kürzlich hat tesa 3000 der stark nachgefragten Rollen mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern in der Produktion für die Versorgung der Klinken „reservieren“ lassen. Bereits eine Woche nach der Offerte wurden mehr als 30 Krankenhäuser in Deutschland beliefert. Zu den ersten Empfängern gehören unter anderem die Universitätskliniken in Hamburg (UKE), Berlin (Charité), Marburg und Köln sowie das Klinikum rechts der Isar der TU München.

Die Asklepios Klinik in Hamburg Wandsbek

bedankt sich mit diesem Instagram-Post bei tesa. Das Krankenhaus hat viele Meter Social Distancing Tape erhalten. Gut sichtbar am Boden hilft das Tape, den nötigen Sicherheitsabstand zu wahren.

Körperkontakt mit positiven Effekten

Körperkontakt ist nicht nur gut für jedes Individuum, sondern auch für die Gruppendynamik. Wissenschaftler fanden heraus: In Freundeskreisen, in denen Berührungen untereinander normal und häufig sind, gibt es weniger Aggressionen. Sogar bei Sportteams haben aufmunterndes Abklatschen und leichte Klapse auf Schulter, Rücken oder Po offensichtlich einen positiven Effekt: Mannschaften mit viel Körperkontakt verfügen über einen größeren Zusammenhalt und sind in vielen Fällen motivierter, risiko- und erfolgreicher.