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Bilder verleihen einem Raum das gewisse Etwas. Möglichkeiten, sie kunstvoll anzuordnen und aufzuhängen, gibt es viele. Wir haben die besten Varianten für Sie zusammengestellt.

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Stefanie Hoffmann

Fotos vom letzten Urlaub, Kinderzeichnungen, ein altes Gemälde vom Flohmarkt – Bilder geben einem Wohnraum eine persönliche Note und sorgen für Lebendigkeit. Aber wie werden die Lieblingsmotive gekonnt in Szene gesetzt? Mit der richtigen Hängung ist das (k)eine große Kunst!  

Edel und aufgeräumt

Reihenhängung

Diese Form der Hängung ist ein Klassiker unter den Bildanordnungen.

Wer es klassisch und aufgeräumt mag, für den ist die Reihenhängung die perfekte Lösung. Mehrere Bilder werden hier einfach direkt nebeneinander in gleicher Höhe an der Wand angebracht. „Richtig edel wirkt es, wenn zusammengehörende Motive, zum Beispiel eine Foto- oder Bilderserie, in identischen Rahmen nebeneinander aufgehängt werden“, erklärt Production Designer Sebastian Krawinkel.

„Sehr wirkungsvoll ist es, wenn sich die Farbwelt der Motive und das Material der Rahmen in der Möblierung des Raumes widerspiegeln.“

Sebastian Krawinkel
Production Designer

Sebastian Krawinkel

hat schon internationale Filmsets ausgestattet („In 80 Tagen um die Welt“, „Inglourious Basterds“, „Vier gegen die Bank“).

Immer schön der Reihe nach

Rasterhängung

Eignet sich optimal für Bilder im gleichen Format, mit gleichem Rahmen und ähnlichen Bildmotiven.

Bei der Rasterhängung sind viel Geduld und Genauigkeit gefragt! Wie bei einem Schachbrettmuster haben alle Motive das gleiche Format. Ganz wichtig: Die Abstände zwischen den einzelnen Bildern müssen an allen Seiten identisch sein. Der ideale Abstand beträgt dabei rund fünf Zentimeter. Ein Tipp von Interieur-Experte Sebastian Krawinkel: „Sehr wirkungsvoll ist es, wenn sich die Farbwelt der Motive und das Material der Rahmen in der Möblierung des Raumes widerspiegeln.“

145 bis 160

Zentimeter

vom Fußboden aus gemessen soll die Mitte des Bildes liegen – so lautet die Faustformel von Museen bei der Anbringung von Kunstwerken.

Quelle: Kunsthalle Hamburg

Alles im Rahmen

Inside the Lines

Unterschiedliche Bilder werden in einem gedachten Rahmen angeordnet, etwa einem Oval.

Für Bilder in verschiedenen Größen eignet sich das Aufhängen innerhalb eines imaginären Rahmens. Der Vorteil der „Inside the Lines“-Hängung: Es gibt weder einen einheitlichen Abstand noch vorbestimmte Blickachsen. Die Anordnung der Motive erfolgt innerhalb einer festgelegten Form. Das kann ein Kreis, ein Oval, ein Quadrat oder auch ein Herz sein. Die Seitenränder der Form am besten im Voraus mit einem Abklebeband markieren. Anschließend das größte Bild aufhängen und die übrigen Kunstwerke in einem Mix aus Hochkant- und Querformaten darum platzieren.

Viele Bilder – ein Kunstwerk

Petersburger Hängung

Petersburger Hängung

Die Petersburger Hängung wird auch Salonhängung genannt. Eng aneinander liegende Motive bedecken dabei fast eine ganze Wand.

Unzählige Bilder dicht an dicht – vom Boden bis zur Decke: Die St. Petersburger Eremitage, eines der berühmtesten Museen der Welt, hat den Trend vorgemacht. Die Petersburger Hängung stellte einst den Reichtum der Adeligen zur Schau. Heute braucht man keine teure Gemäldesammlung, um aus dem Rahmen zu fallen. Es genügt ein kunterbunter Bildermix! Damit das Gesamtkunstwerk stimmig erscheint, einfach bestimmte Rahmenformen, ähnliche Farbkombinationen oder inhaltliche Gemeinsamkeiten wiederholen.

Ran an die Wand

Ob Bilderrahmen oder Leinwand: Mit den höhenverstellbaren Klebenägeln von tesa lassen sich kleine und große Kunstwerke mit nur wenigen Handgriffen an der Wand befestigen. So können kreative Wohnkünstler jederzeit neue Bilderwelten an die Wand zaubern.

Befestigen ohne Hammer und Nagel

Klebenägel sind eine zuverlässige Lösung, um Dinge an der Wand zu befestigen – ohne den Werkzeugkasten herausholen zu müssen.

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Tipps & Tricks 

01

Damit die Bildanordnung gelingt, vorab Papierschablonen von den Bildern anfertigen und diese mit Klebestreifen an der Wand befestigen, um die genaue Position zu bestimmen.

03

Für das Auge wirkt eine Dreier-Kombination bzw. eine ungerade Anzahl von Bildern harmonischer.

02

Bestehende Linien innerhalb des Raums helfen bei der Anbringung. Dies kann die Oberkante eines Tür- oder Fensterrahmens sein, aber auch die Position von Lichtschaltern. Hier sollte die Höhe der Bilder in einer Flucht verlaufen.

04

Ausdrucksstärker wird eine Bildanordnung, wenn man eine Farbe des Motivs herausgreift und die Wand hinter dem Kunstwerk entsprechend streicht – je dunkler der Farbton, desto besser.