Lesen

Nachhaltigkeit

Seit 2008 engagiert sich das tesa Werk Suzhou für benachteiligte Kinder von Wanderarbeitern. Mit dem Projekt „tesa Sunshine Education Assistance“ ist das Prinzip des „Good Corporate Citizen“ lebendig – durch finanzielle Unterstützung und die Freiwilligenarbeit vieler Kolleginnen und Kollegen.

Text

Claudia Greef

Für eine bessere Zukunft ihrer Kinder nehmen die meisten Eltern eine Menge in Kauf. In China verlassen viele Kleinbauern ihre ländliche Heimat, um vom Bauboom der wachsenden Städte zu profitieren. Während sie als Hilfskräfte von Baustelle zu Baustelle ziehen, bleiben die Kinder häufig zurück. Doch ein Teil begleitet seine Eltern in die fremde Welt – auch nach Suzhou.

Kontinuierliche Bildung

„Diese Jungen und Mädchen haben oft keine Chance auf kontinuierliche Bildung“, weiß Vivian Pan, HR-Managerin im ortsansässigen tesa Werk und verantwortlich für das gesellschaftliche Engagement. Seit 2008 unterstützt der Produktionsstandort die nahegelegene Suzhou Sunshine School insbesondere mit der Vergabe von Stipendien. Fast 630 benachteiligte Kinder erhielten so bereits eine Grundschulbildung. 2019 dehnte das Werk sein Engagement auf eine zweite Schule aus. An der Cangan School, am Stadtrand von Suzhou gelegen, fehlt es an finanziellen Mitteln und Unterrichtsmaterialien; das Schulgelände bietet wenig Raum für Bewegung, Sport und Spiel der Schülerinnen und Schüler. Sieben Kindern aus besonders einkommensschwachen Familien bietet das Werk nun eine langfristige Bildungshilfe an: Mit finanziellen Spenden werden die Schulgebühren gedeckt sowie eine Erstaustattung finanziert.

Mich persönlich macht das Engagement glücklich und stolz. Auch privat beschäftige ich mich heute mit Fragen des Ehrenamts und dem Lebensstatus von Migrantenkindern in China.

Vivian Pan, Senior HR Manager

Ehrenamtlicher Einsatz

Doch ebenso wichtig wie der finanzielle Teil der Hilfe ist das Ehrenamt. Etwa 100 Kolleginnen und Kollegen brachten sich bislang ein, spendeten Bücher, Spielzeug oder Sportgeräte und beteiligten sich an Events wie dem jährlichen „tesa Sunshine Day“, an dem die Schüler das Werk besuchen. Und es sollen noch viele Helfer folgen. Ein Freiwilligenkomitee koordiniert das Engagement, das erstmals auch Besuche der Familien umfassen soll. Ein tieferes Verständnis für das Leben der Wanderarbeiter-Kinder zu erhalten, ist das Ziel. „Ich freue mich, dass wir die Heranwachsenden auf ihrem Weg zu selbstbewussten und optimistischen Menschen in der Gemeinschaft begleiten dürfen“, sagt Jerica Huang, die zum ersten Mal am CSR-Projekt teilnimmt.

288

Millionen

Wanderarbeiter gab es 2018 in China insgesamt. Als Wanderarbeiter gelten Personen, die mehr als sechs Monate im Jahr außerhalb ihrer Heimatprovinz beschäftigt sind.

Quelle: Statista 2019