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Karriere

Dass große Unternehmen Mitarbeiter zu Karrierezwecken in andere Länder entsenden, ist ein gängiges Modell. Doch es geht auch umgekehrt: Bei tesa sorgt Dr. Nela Ren als Inpat für internationalen Input.

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Jan Schütte

Das chinesische Suzhou liegt rund 8.500 Kilometer von Norderstedt entfernt. Was beide Städte miteinander verbindet: Hier wie dort hat der Klebespezialist tesa Standorte: im Osten Chinas ein großes Produktionswerk, in Norddeutschland das Headquarter.

Dr. Nela Ren kennt beide Orte. Bis Mitte 2019 war sie in Suzhou tätig, seitdem leitet sie im Norderstedter Forschungszentrum ein Labor zur Entwicklung von Klebebändern im Bereich Gummi-Technologie. „Ich bin sehr froh über die Chance, hier arbeiten zu können. Das verschafft mir neue Perspektiven und zusätzliche Qualifikation“, betont Ren.

Dr. Nela Ren

arbeitet seit 2006 für tesa. Die promovierte Chemikerin begann zunächst im Werk in Suzhou (China) als Prozess-Ingenieurin, wechselte anschließend in die Forschung und Entwicklung, zunächst als Produktentwicklerin, später als Leiterin des Application Solution Centers. Seit Mitte 2019 arbeitet Ren als Laborleiterin im Norderstedter Forschungszentrum des tesa Headquarters. Mit ihr praktiziert tesa das umgekehrte zum verbreiteten Modell der Expatriation (befristete Entsendung von Mitarbeitern aus dem Headquarter in ein anderes Land), die Impatriation.

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neuen Klebebändern

verhalf Nela Ren mit ihrem Team von sieben Entwicklern 2016 zur Marktreife – für sie das produktivste Jahr ihrer Karriere.

Job zwischen Entwicklung und Kunden 

Für dieses auf drei Jahre angelegte Engagement brachte sie beste Voraussetzungen mit. Nach Chemie-Studium und Promotion an der Universität Peking 2002 startete Ren ihre berufliche Laufbahn beim US-amerikanischen Unternehmen General Electrics in Shanghai. Bei tesa stieg sie 2006 als Prozess-Ingenieurin im Werk Suzhou ein. Unterbrochen von einem dreijährigen Intermezzo in einem weiteren US-Unternehmen kehrte sie 2016 zu tesa zurück. Nela Rens neuer Job an alter Wirkungsstätte: Produktentwicklerin für Klebebänder im Bereich Electronics. 2018 vertraute man der Forscherin die Position der Direktorin des Application Solution Centers (ASC) für die Regionen Greater China und Asia Pacific an – inklusive Personalverantwortung für 45 Mitarbeiter. Das ASC ist eine spezielle Einrichtung, in der tesa gemeinsam mit Kunden neue Produkte testet und neue Anwendungstechnologien entwickelt.

Win-win-Wechsel

Bei dem Wechsel nach Deutschland hätten ihre Vorgesetzten und die Personalabteilung sie sehr ermutigt und unterstützt, sagt die in der Inneren Mongolei geborene Chinesin. „Sie haben mir die Tür geöffnet, um Arbeitsprozesse und Unternehmenskultur im Headquarter kennenzulernen“, so Ren. Dass von ihrer Erfahrung und ihrem Know-how auch das Unternehmen profitiert, liegt auf der Hand: Als sogenannter Inpat bringt Ren die im globalen Zeitalter wichtige internationale Perspektive in die Unternehmenszentrale. Kein Zufall, dass man ihr ein Sonderprojekt übertragen hat. Es lautet: Ein Konzept für die Forschung und Entwicklung im Zuge eines Investitionsprojekts in Asien zu erarbeiten. „Mein Vorteil ist, dass ich Mitarbeiter, Strukturen und Prozesse sowohl im Headquarter als auch in Asien kenne“, sagt Ren.

„Ich bin sehr froh über die Chance, hier arbeiten zu können. Das verschafft mir neue Perspektiven und zusätzliche Qualifikation.“

Nela Ren, Laborleiterin im tesa Forschungszentrum

Seit Mitte 2019 leitet Dr. Nela Ren

im Norderstedter Forschungszentrum ein Labor zur Entwicklung von Klebebändern im Bereich Gummi-Technologie.

Auch privat eine Bereicherung

Bei allen Unterschieden zwischen Ost und West schätzt sie die Gemeinsamkeiten in der weiten tesa Welt: „Wir arbeiten strukturiert, ergebnisorientiert und freundlich miteinander“, sagt Ren und ergänzt, dass es sie am meisten erfülle, Mitarbeiter weiterzuentwickeln und vertrauensvolle, leistungsstarke Teams zu formen. Würde sie einen Karrieretipp formulieren, dann den, dass es sich lohnt, die Komfortzone zu verlassen und unbekanntes Territorium zu betreten. Oder anders: „Folge Deinem Herzen, das Leben ist kurz, mache etwas Besonderes daraus.“ Ihre Zeit in Deutschland empfindet Nela Ren aber nicht nur beruflich bereichernd, sondern auch als Gewinn für das Privatleben – ihr Mann und ihre zwei jugendlichen Kinder sind mit nach Hamburg gekommen. In ihrer Freizeit spielt sie gern Badminton, kocht für ihre Familie und trifft Freunde. Zudem will sie Deutschland und Europa bereisen – als Nächstes geht es nach Barcelona und Prag.

GESICHTER UND GESCHICHTEN

tesa bietet nicht nur vertikale, sondern auch horizontale Karrierewege. Wer sind die Mitarbeiter, die sich auf alternativen Pfaden erfolgreich weiterentwickelt haben? Was hat sie motiviert? Welche Tipps geben sie anderen? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus dieser Artikel-Serie auf tesa.insights. In loser Reihenfolge porträtieren wir Protagonisten aus der vielseitigen Jobwelt bei tesa. Allgemeine Informationen zu tesa als Arbeitgeber:

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