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Trends

Trendforscher sind sich einig: Kreativität gilt als die Schlüsselkompetenz der Zukunft. Seit sechs Monaten sorgt ein neuer Besprechungsraum im Headquarter von tesa für kreativere Meetings und frischere Ideen.

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Nina Schulz, Stefanie Hoffmann

„Wer morgen am Markt bestehen will, muss auf das kreative Potenzial seiner Mitarbeiter setzen. Nur sie können neuartige Kundenbedürfnisse erspüren und Innovationen hervorbringen“, betont der renommierte Managementberater und Bestsellerautor Reinhard K. Sprenger („Das Prinzip Selbstverantwortung“). Doch Geistesblitze und gute Ideen entstehen nicht auf Knopfdruck. Kreativexperten raten deshalb, aus der Routine auszubrechen. Nur so lassen sich Dinge neu denken und andere Sichtweisen entwickeln. Der klassische Arbeitsplatz ist dafür oft nicht geeignet.

Freiräume schaffen

Kein herkömmlicher Meetingraum

Statt der üblichen Konferenzraumausstattung gibt es zum Beispiel Sitzsäcke, Hocker und Beistelltische.

Die Bibliothek

mit den Fachbüchern liegt einfach auf dem Fensterbrett.

tesa gehört zu den 30 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die ihren Mitarbeitern einen sogenannten Innovationsraum zur Ideenfindung eingerichtet haben. Neben inspirierenden Farben und raffinierten Lichtquellen tragen unter anderem originelle Möbel dazu bei, die kreativen Denkprozesse zu fördern. Dass der Kreativraum von tesa frische Impulse setzt, erkennt man bereits von Weitem an den gemütlichen Sitzhockern, die in strahlendem Grün, Pink und Blau um die Wette leuchten. Dazu gibt es fahrbare Stellwände, einen Beamer, eine kleine Tribüne und insgesamt viel Raum für Bewegung und damit für freie Gestaltung und Kreativität. 

Eine kreative Atmosphäre schaffen

die bunten Hocker und Möbel in DIY-Optik. Sie sind im wahrsten Sinne mobil und können im Raum flexibel arrangiert werden.

Wer an neuen Konzepten, Produktideen oder einfach in etwas anderen Workshop-Formaten arbeiten möchte, stößt mit herkömmlichen Besprechungsräumen schnell an kreative Grenzen – zumindest dann, wenn man „outside the box“ denken will. Kreative Prozesse brauchen Räume, die flexibel sind, in denen sich die Teilnehmer bewegen können und genügend Raum haben, ihre Ideen sichtbar zu machen. 

Anders arbeiten

„Ob wir den Raum Kreativ-, Ideen-, Innovationsraum oder Creative Space nennen, ist eigentlich egal. Entscheidend ist, dass er die Möglichkeit bietet, anders zu arbeiten, und dass er sich in seiner Ausstattung und Gestaltung von klassischen Besprechungsräumen abhebt. Sich einfach einmal auf etwas anderes einlassen und den Ideen und Gedanken freien Lauf lassen. Oft erlebt man die größten Überraschungen und die besten Resultate in Räumen oder Flächen, in denen interdisziplinäre Teams agil und frei zusammenarbeiten können“, erklärt Nina Schulz, Digital Change Agent und Mit-Initiatorin des Kreativraumes.

Nina Schulz

ist Digital Change Agent und Mit-Initiatorin des Kreativraumes bei tesa.

Konzept geht auf

Feedback ist wichtig, daher kann der Raum auf einem Tablet direkt bewertet und kommentiert werden. Anregungen und Kritik sind jederzeit willkommen, Ideen der Kollegen werden ernst genommen. Nach den ersten sechs Monaten führten die Initiatoren das Feedback von den Kollegen zusammen und fühlten sich in ihrer Vermutung bestätigt, dass ein Raum die Einstellung zu einem Meeting und damit auch die Ergebnisse beeinflussen kann.

An der Wand oder frei im Raum

Alles in dem neuen Meetingraum lässt sich umstellen.

Jedes Team

kann den Raum so nutzen, wie es für die jeweilige Aufgabe erforderlich ist.

Dabei ist vor allem auch wichtig, dass der neue Raum kein festes Konzept vorgibt, sondern einfach viele Tipps, Ideen und Methoden liefert, wie man mithilfe der Möbel und Flächen an sein Ziel kommt. Er soll aber auch wachsen und sich verändern. „Wir möchten auf keinen Fall einen Raum, der sich nicht mitbewegt“, bestätigt Nina Schulz. 

10 Fakten zum tesa Kreativraum


Möbel. Sollen die Mitarbeiter in ihrer Arbeit unterstützen. Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsweisen ist möglich und gewünscht.


Handybox. Offline. Auch aus Respekt den Kollegen gegenüber. Anwesenden Personen ist im Gespräch immer Vorzug zu geben, daher befindet sich am Eingang eine Box für alle digitalen Geräte.


Prototyping. Mit den Händen denken. Verschiedenen Materialen mit Ideen Form und Gestalt einhauchen. Es steht eine Auswahl an Materialen zur Verfügung, die für einen Prototyping-Prozess benötigt werden.


Zonen. Sich einfach mal zurückzulehnen und zu entspannen, unterstützt die Kreativität genauso wie das aktive Arbeiten. Die verschiedenen Zonen des Raumes laden zu unterschiedlichen Denkprozessen ein.


Licht. Kleine Lichtquellen sorgen für die passende Atmosphäre.


Flexibilität. Kein Möbelstück muss an seinem Platz bleiben.


Denken. Einfach mal anders arbeiten. Visuelles Denken wird durch mobile Flächen in den Mittelpunkt gerückt.


Fläche. Beschreibbare Wände, große Flächen, Stifte und Notes bieten viel Platz für Ideen.


Zeit. Unter Time-Boxing wird eine Art Mini-Deadline verstanden, die für Teamaktivitäten eingesetzt werden soll. Hierfür steht ein Timer zur Verfügung.


Respekt. Der Raum soll genauso hinterlassen werden, wie man ihn selbst gerne vorfinden möchte. Auch hier wird Eigeninitiative und Selbständigkeit groß geschrieben. Der Raum soll leben, aber auch das Arbeiten für ein nachfolgendes Team möglich machen.